Offensive Sicherheit für Industrie- und OT-Umgebungen.
In der Fertigung ist das Risiko kein Datenabfluss, sondern eine stehende Linie, eine verlorene Charge und die Sicherheit von Menschen. Wir prüfen die IT/OT-Grenze unter der Prämisse, dass die Produktion nicht stehen darf.
Die Grenze, die zur Schwachstelle wurde
Jahrzehntelang schützte physische Trennung die Industrieumgebung. Diese Trennung existiert praktisch nicht mehr: Fernwartung durch Lieferanten, Datenerfassung für Produktionskennzahlen und ERP-Anbindung haben dauerhafte Wege zwischen Unternehmensnetz und Fertigung geöffnet. Der Angreifer kommt fast nie über die Steuerung, sondern über das Büro und läuft von dort hin.
- Der Fernzugang von Lieferanten ist meist dauerhaft, weitreichend und kaum überwacht.
- Industriesteuerungen wurden auf Zuverlässigkeit ausgelegt, nicht auf Authentifizierung.
- Das Stillstandsfenster für Aktualisierungen ist selten und mit der Produktion umkämpft.
- Ein Vorfall kann physische Folgen haben, nicht nur finanzielle oder reputationsbezogene.
Was wir in einer Industrieumgebung prüfen
Im Fokus steht der Weg zwischen der administrativen Welt und jener, die Maschinen steuert, und wie schmal er wirklich ist.
Wir prüfen, ob die Netzebenen wirklich isolieren: was ein im Unternehmensnetz erlangter Zugang Richtung Steuerungszone erreicht.
Wartungstunnel, Sprungserver und geteilte Zugangsdaten des Integrators: wiederkehrender und am häufigsten unterschätzter Vektor.
Bedienstationen und Leitserver: Authentifizierung, Aktualisierung, Exponiertheit der Oberfläche und Integrität dessen, was dem Bediener angezeigt wird.
Datenfluss von der Fertigung zu ERP und Kennzahlen, einschließlich Konnektoren, die die Grenze in beide Richtungen überschreiten.
Abdeckung, Authentifizierung und Isolation der Netze für Handgeräte, Stapler und mobile Geräte innerhalb des Werks.
Geteilte administrative Konten, Zutrittskontrolle zu Technikräumen und Türen, die direkt zur Anlage führen.
Technische Referenz und gesetzliche Pflicht
Wir nutzen industriespezifische Referenzen, nicht nur den Rahmen der Unternehmens-IT.
- IEC 62443
- Wir arbeiten mit dem Modell aus Zonen und Verbindungen, der etablierten Referenz zur Segmentierung von Automatisierungsumgebungen, und berichten in dieser Sprache.
- Sicherheit von Menschen
- Jeder Befund, der ein sicherheitsgerichtetes System betreffen kann, wird gesondert behandelt und außerhalb des normalen Berichtswegs sofort gemeldet.
- NIS2 in der Fertigung
- Fertigung und Energie unterliegen Pflichten zu Risikomanagement und Lieferkettensicherheit. Die Befunde werden daran ausgerichtet.
- Betriebskontinuität
- Wir übersetzen technische Befunde in Stillstands- und Chargenverlustrisiko, die Sprache, in der die Werkleitung über Investitionen entscheidet.
Wie wir vorgehen, ohne die Produktion zu stoppen
Vorab vereinbarte Grundregel
Nichts, was eine Steuerung oder ein sicherheitsgerichtetes System direkt berührt, wird aktiv getestet. Das wird vor jeder Aktivität schriftlich vereinbart.
Angriff von der IT-Seite
Das Projekt beginnt in der Regel im Unternehmensnetz und misst, wie weit wir Richtung OT vordringen. Das ist das reale Szenario der meisten Vorfälle.
Passive Beobachtung im OT
In der Steuerungszone bevorzugen wir passive Analyse und Konfigurationsprüfung, ohne Verkehr einzuspeisen, der eine Steuerung verwirren könnte.
Behebung passend zum Stillstand
Der Plan trennt, was ohne Linienstopp behebbar ist, von dem, was ein Wartungsfenster erfordert, damit die Empfehlung wirklich umsetzbar ist.
Was Sie erhalten
- Managementbericht im Stillstandsrisiko
- Reproduzierbarer technischer Bericht
- Karte beobachteter Zonen und Verbindungen
- Analyse des Lieferanten-Fernzugangs
- Begründete CVSS-Bewertung
- Behebungsplan nach Wartungsfenster
- Nachtest der behobenen Befunde
- Bestätigungsschreiben zum Projekt
Häufige Fragen zur Branche
Besteht die Gefahr, dass der Test die Produktionslinie stoppt?
+
Das Projekt ist so ausgelegt, dass sie nicht besteht. Steuerungen und sicherheitsgerichtete Systeme bleiben grundsätzlich vom aktiven Test ausgenommen, schriftlich vereinbart vor Beginn. In der Steuerungszone nutzen wir passive Analyse und Konfigurationsprüfung. Aktiv getestet wird auf der Unternehmensseite, von der der reale Angriff ausgeht.
Testen Sie SPS und SCADA direkt?
+
Direkt und aggressiv nicht. Wir bewerten Exponiertheit, Authentifizierung, Versionsstand und Segmentierung und zeigen die Reichweite, die ein Angreifer vom erreichten Punkt aus hätte. Wo ein Labor oder eine Replik existiert, gehen wir mit aktivem Test tiefer, da dort keine physische Folge droht.
Gehört der Fernzugang unserer Integratoren zum Umfang?
+
Ja, und wir empfehlen dringend, ihn einzubeziehen. Er ist der häufigste und am wenigsten geprüfte Vektor: dauerhafte Tunnel, unter Technikern geteilte Zugangsdaten und weit über die Wartung hinausgehende Berechtigungen. Daraus entstehen meist die Befunde mit der größten Wirkung.
Wie berichten Sie das Risiko an eine Werkleitung?
+
In Betriebssprache. Der Managementbericht übersetzt den technischen Befund in Stillstandsrisiko, Chargenverlust und Auswirkung auf die Sicherheit von Menschen, mit einem Behebungsplan, getrennt danach, ob ein Wartungsfenster nötig ist. Die technische Detailebene steht in einem eigenen Dokument.