Offensive Sicherheit für Gesundheitswesen und Healthtech.
Akte, Befund und Krankengeschichte bilden einen der sensibelsten Datenbestände überhaupt und einen der begehrtesten. Wir prüfen Kliniken, Kostenträger, Labore und Healthtech mit diesem Gewicht im Blick.
Warum das Gesundheitswesen vorrangiges Ziel ist
Gesundheitsdaten verfallen nicht. Anders als eine Karte, die in Minuten gesperrt wird, bleibt eine abgeflossene Krankengeschichte jahrzehntelang verwertbar: für Erpressung, Versicherungsbetrug oder Diskriminierung. Hinzu kommt die geringe Toleranz gegenüber Ausfällen: Ein stillstehendes Kliniksystem hat unmittelbare klinische Folgen, was die Umgebung für Erpressung attraktiv macht.
- Klinische Daten sind dauerhaft und lassen sich nach einem Abfluss nicht neu ausstellen.
- Der Druck auf durchgehende Verfügbarkeit verkleinert das Fenster für Aktualisierungen.
- Vernetzte Medizingeräte laufen häufig auf Altsystemen ohne Herstellerunterstützung.
- Anbindungen zwischen Kostenträgern, Laboren und Leistungserbringern schaffen implizites Vertrauen zwischen getrennten Netzen.
Was wir in einer Gesundheitsumgebung prüfen
Wir bilden ab, wo klinische Daten entstehen, wie sie fließen und wer sie erreichen kann, einschließlich Wegen, die niemand absichtlich entworfen hat.
Rollenbasierte Zugriffskontrolle, Trennung zwischen Standorten und objektbezogene Autorisierung: Wenn ein Nutzer fremde Datensätze lesen kann, zeigt sich das hier.
Registrierung, Passwortwiederherstellung, Terminvergabe und Befundzugriff: die Stellen, an denen Kontoübernahmen typischerweise geschehen.
Sprechzimmer, Aufzeichnung, digitale Verordnung und Signatur: Wir prüfen, ob Dritte beitreten, Inhalte abrufen oder Dokumente fälschen können.
Datenaustausch mit Kostenträgern, Laboren und öffentlichen Systemen, einschließlich klinischer Interoperabilitätsschnittstellen und Dienst-zu-Dienst-Authentifizierung.
Segmentierung zwischen Verwaltungsnetz, Versorgungsnetz und vernetzten Geräten, und was ein erster Zugang von dort jeweils erreicht.
Partnerpraxen, Abrechnungsdienstleister und Lieferanten mit Fernzugang: ein wiederkehrender Einstiegsweg bei Vorfällen der Branche.
Nachweise passend zu den Pflichten der Branche
Der Bericht richtet sich an Datenschutzbeauftragte, Compliance und Revision, ohne weitere technische Übersetzung.
- DSGVO — besondere Kategorien
- Gesundheitsdaten sind besondere Kategorien mit eng gefassten Rechtsgrundlagen. Wir dokumentieren betroffene Personen und Rechtsgrundlagen je ausgenutztem Szenario.
- Patientendatenschutz
- Vorgaben verlangen Zugriffskontrolle, Nachvollziehbarkeit und Integrität der Aufzeichnung. Genau diese drei Eigenschaften prüfen wir.
- NIS2 und wesentliche Einrichtungen
- Gesundheitsversorger fallen als wesentliche Einrichtungen in den Anwendungsbereich, mit Pflichten zu Risikomanagement und Meldung. Der Bericht belegt die regelmäßige Prüfung.
- Meldung von Verletzungen
- Wo ein erhebliches Risiko für Betroffene besteht, greifen Meldepflichten. Unsere Nachweise helfen, das tatsächliche Ausmaß zu bemessen.
Wie wir im Versorgungsumfeld vorgehen
Umfang ohne klinisches Risiko
Wir trennen Versorgungs- von Verwaltungsumgebung. Nichts, was die Versorgung beeinträchtigen könnte, wird ohne Replik und schriftliche Freigabe aktiv getestet.
Datenminimierung
Wir belegen die Auswirkung mit dem kleinstmöglichen Volumen echter Daten und maskieren Patientenkennungen im Nachweis, wo sie für den Beleg nicht wesentlich sind.
Ausnutzung und Verkettung
Wir suchen den vollständigen Weg: vom ersten Zugang bis zur Akte. Eine isolierte Schwachstelle sagt wenig; die Kette bis zur Akte sagt alles.
Behebung und Nachtest
Wir priorisieren nach Betroffenenexposition, begleiten die Behebung und testen erneut. Der Abschlussbericht dokumentiert den geschlossenen Zyklus.
Was Sie erhalten
- Managementbericht zum Risiko für Betroffene
- Reproduzierbarer technischer Bericht
- Karte der Exposition sensibler Daten
- Begründete CVSS-Bewertung
- Nachweise mit maskierten Kennungen
- Priorisierung nach klinischer Auswirkung
- Nachtest der behobenen Befunde
- Bestätigungsschreiben für die Revision
Häufige Fragen zur Branche
Kann der Test ein Versorgungssystem lahmlegen?
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Nein, und das wird vor Beginn geklärt. Versorgungsumgebungen werden nur mit verfügbarer Replik oder ausdrücklicher schriftlicher Freigabe aktiv getestet. Für alles Übrige arbeiten wir mit vereinbartem Fenster, Volumengrenzen und durchgehend offenem Kanal, sodass jede Aktivität in Sekunden gestoppt werden kann.
Greifen Sie während des Tests auf echte Patientenakten zu?
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Nur wenn es der einzige Weg ist, die Auswirkung zu belegen, und stets im Mindestumfang. Wir belegen bevorzugt mit Testdatensätzen. Wo echte Daten unvermeidbar sind, erscheint der Nachweis mit maskierten Kennungen und das Material wird nach förmlicher Bestätigung am Zyklusende vernichtet.
Gehören vernetzte Medizingeräte zum Prüfumfang?
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Ja, mit gesonderter Behandlung. Vieles läuft auf Altsoftware ohne Unterstützung, wo aktives Testen riskant ist. In diesen Fällen bewerten wir Exponiertheit, Segmentierung und die Reichweite eines Angreifers vom Gerät aus, ohne aggressiv mit ihm zu interagieren.
Hilft der Bericht gegenüber der Aufsichtsbehörde?
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Er hilft, das Ausmaß zu bemessen. Das Dokument beschreibt, welche Datenkategorien erreichbar waren, auf welchem Weg und mit welchem Aufwand. Das trägt die Risikobewertung für Betroffene, die maßgeblich ist, wenn Meldepflichten greifen.